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Pasticcio

06.00 Uhr
Nachrichten

06.05 Uhr
Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Von Heimatlosigkeit und Erlösung". Anlässlich des 160. Geburtstages von Gustav Mahler erzählt die Journalistin und Ö1-Moderatorin Mirjam Jessa, wie der Komponist ihr Leben begleitet Vor 160 Jahren, am 7. Juli, wurde Gustav Mahler in Böhmen im kleinen Ort Kaliste geboren. Wollte man in seiner Familie eine Verbindung zur Musik finden, müsste man bis zu seinem Ururgroßvater zurückblättern: Abraham Jakob war nicht nur Gewürzhändler, sondern auch Kantor in der Synagoge. Der Nachname "Mahler", den er annahm, geht möglicherweise auf das Mahlen der Gewürze zurück. Gustav Mahlers Großeltern waren Schnapsbrenner und Seifensieder. Wer hätte bei seiner Geburt auch nur einen Kreuzer darauf verwettet, dass aus diesem Buben einer der bedeutendsten Komponisten würde? "Das hat mich als Jugendliche brennend interessiert, wie das sein kann und warum mir Mahlers Musik nicht nur unter die Haut ging, sondern mich in Tiefen erschütterte, die ich gar nicht kannte? Andererseits half sie mir auszuhalten, was schwer auszuhalten war", sagt die Musik-Journalistin und Ö1-Moderatorin Mirjam Jessa. Eines der bekanntesten Zitate von Mahler ist das der dreifachen Heimatlosigkeit. Er sei heimatlos als Böhme unter den Österreichern, als Österreicher unter den Deutschen und als Jude in der ganzen Welt. "Als ich das las - meine Klasse musste mein einstündiges Mahler-Referat über sich ergehen lassen - schien mir das der Schlüssel zu sein. Wir waren fremd in der Stadt und integrierten uns nie. Und vor allem waren wir kein "Wir". Keine Familie. Ich kenne außer meiner alleinerziehenden Mutter, selbst ein Adoptivkind, niemanden, mit dem ich verwandt bin, und war in dem Haus, in dem ich aufwuchs, nur geduldet. Ich wusste überhaupt nicht, wer ich eigentlich war, woher ich kam und fühlte mich mutterseelenallein, aber nicht gottverlassen. Letzteres hat mir geholfen. Und die Natur, Bücher. Und Mahler!" Manche Schallplatten habe sie immer und immer wieder gehört, erinnert sich Jessa: die 1. und 5. Symphonie oder die Rückert-Lieder mit Dietrich Fischer-Dieskau: "Ich bin der Welt abhandengekommen". Später habe es auch Phasen größerer Distanz zu Mahler gegeben, "aber dann, wenn man so langsam eine Ahnung davon bekommt, wer man ist und seinen Platz in der Welt findet, dann ist die Zeit reif für die eigentliche Auseinandersetzung mit seiner Musik und dem, was sie bedingt. Davon möchte ich erzählen."

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.10 Uhr
Ö1 heute

08.15 Uhr
Pasticcio

mit Marialuise Koch, Obfrau des Vereins "Kultur: Schloss Walpersdorf". Das Festival "Kulturfest Traisental" hat als Motto "Lebensfreude" gewählt. Inmitten von Weinbergen gelegen ergibt sich hier eine geglückte Symbiose von kulturellem und kulinarischem Genuss. Von der ehemaligen jüdischen Synagoge St. Pölten aus über das Stift Herzogenburg bis ins Renaissanceschloss Walpersdorf geht die akustische Reise.

08.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1 Das war der "Schalldämpfer". Volume 3 Gestaltung: Stephan Pokorny "Es ist so eine Art Kassiber, den ich unter die Leute schmuggle. Und es ist eine Herausforderung, die ich nicht missen möchte. Ich will Geschichten erzählen. Geschichten, die mich etwas angehen, die mich berühren, an die ich glauben kann." (Axel Corti über den "Schalldämpfer") Die Edition Ö1 präsentiert eine weitere Auswahl an Sendungen des beliebten Formats. Von der "Pogromnacht 1938" bis "Sorbett vom Gletscher", vom "Traum des Rabbi" bis "Velorex": Die Aktualität mancher Beiträge (zum Beispiele jene zum "Bedenkjahr" 1988) verblüfft, der Unterhaltungswert anderer ist ungebrochen.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Hörbilder

"Not because it's easy - because it's hard!" Der Wettlauf der USA zum Mond - und andere Geschichten. Feature von Gerald Navara. Pionierinnen und Wegbereiter in der Hörbilder-Sommerserie: 1969 findet das erste globale Medienereignis der Geschichte statt. Fast 700 Millionen Menschen verfolgen rund um den Globus live im Fernsehen die Mondlandung der Amerikaner, einzig die Bewohner/innen der Sowjetunion erfahren nur aus der Parteizeitung "Prawda" von diesem Ereignis. Acht Jahre davor hat US-Präsident J.F. Kennedy die Reise zum Mond angekündigt: "We choose to go to the moon ... and do the other things". - "Wir haben beschlossen zum Mond zu fliegen ... und werden auch die anderen Dinge tun". Die NASA ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der Lage einen Astronauten rund um die Erde zu schicken. Eineinhalb Jahre vor der Rede des US-Präsidenten hat das bereits der Russe Juri Gagarin als erster Mensch geschafft. Technologisch scheint die UdSSR überlegen. Die USA stehen vor einer Zerreißprobe. Im Inneren erschüttert von gewalttätigen Rassenunruhen, in der Welt konfrontiert mit der Sowjetunion im Osten Europas, dem kommunistischen China und den von beiden unterstützten Befreiungsbewegungen in Südamerika, Afrika und Asien. Nach Korea wird Vietnam der nächste Kriegsschauplatz. Mehr als 400.000 Menschen werden im Mondprogramm beschäftigt, die Geldflüsse scheinen endlos und im Gegensatz zu den Russen beginnt eine beispiellose Medienschlacht. Auch der ORF ist am 20. und 21. Juli 1969 insgesamt 28 Stunden lang live dabei, als Armstrong und Aldrin auf dem Mond landen und den Erdtrabanten betreten. Hugo Portisch, Peter Nidetzky und die junge Dolmetscherin Ingrid Kurz kommentieren die Fernsehpremiere - 50 Jahre danach erinnern sie sich an die perfekte Medieninszenierung der Mondlandung. In der amerikanischen "primetime". In Österreich ist es drei Uhr früh, dennoch sind hunderttausende Österreicher/innen mit dabei. Die Grußbotschaften, an die gesamte Menschheit gerichtet, sind perfekt einstudiert. Die Amerikaner betonen ausdrücklich ihre friedlichen Absichten. So wird entschieden, dass ein Zivilist als erster den Mond betritt: Neil Armstrong. Die Flagge der USA wird demonstrativ mit Blick auf die Erde aufgestellt. Ein zehnjähriger Bub erlebt die Live-Übertragung der Mondlandung. Dieses Ereignis wird für sein späteres Leben und seine Karriere als Wissenschafter entscheidend sein. Christian Köberl ist heute Generaldirektor des Naturhistorischen Museums in Wien, Geochemiker, Universitätsprofessor für Impaktforschung und Planetare Geologie. Der einzige Wissenschafter unter den insgesamt zwölf Amerikanern, die in sechs Missionen Mondstaub aufgewirbelt haben, ist der Geologe Harrisson "Jack" Schmitt: Er und Eugene Cernan sind die letzten, die bis heute den Mond betreten haben. Ein Feature über Politik, Propaganda, Wissenschaft - und die Erinnerung an ein unvergessliches Medienspektakel. Ton: Anna Kuncio, Christian Gorz, Manuel Radinger Sprecher: Paul Matic, Raphael Sas Redaktion: Eva Roither

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ö1 Klassik-Treffpunkt

Live aus dem "Henrici" in Eisenstadt. Gast: Julian Rachlin. Präsentation: Elke Tschaikner Elke Tschaikner fährt in die burgenländische Landeshauptstadt und spricht dort mit dem neuen Intendanten des Festivals "Herbstgold", dem Geiger Julian Rachlin. Der Henrici-Porticus, im Schatten von Schloss Esterházy, gibt dafür den stimmungsvollen Rahmen. Geiger, Bratscher, Dirigent, Festivalleiter und Lehrender - und nur ein Künstlername: Julian Rachlin! Sowohl als Solist, als Kammermusiker an Violine und Viola sowie als Dirigent macht dieser Künstler seit mehr als 30 Jahren international Karriere. Er konzertiert mit renommierten Orchestern und namhaften Dirigenten und spielt mit Kammermusikpartner/innen wie Martha Argerich, Yefim Bronfman, Jewgenij Kissin, Gidon Kremer, Mischa Maisky, Itamar Golan u.a. Seit September 1999 lehrt Julian Rachlin an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien. Im Frühjahr 2020 übernahm er als künstlerischer Leiter das "Herbstgold"-Festival in Eisenstadt, nachdem er bereits einige Jahre lang Erfahrungen bei den von ihm initiierten Festivals "Rachlin presents" im niederösterreichischen Pernegg und zwölf Jahre lang bei "Julian Rachlin Friends" im kroatischen Dubrovnik sammeln konnte. Die Bevölkerung und die Besucher/innen aus dem Umland sollen für kulturelle Projekte in Eisenstadt gewonnen werden und sich mit dem Festival "Herbstgold" identifizieren, das zudem an einem der bedeutendsten Orte der Musikgeschichte, Schloss Esterházy, stattfindet. Wenn Ihr Interesse an "Herbstgold" geweckt wurde, dann sollten Sie den "Klassik-Treffpunkt" mit Elke Tschaikner und Julian Rachlin live in Eisenstadt und in Ö1 nicht versäumen!

11.35 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.40 Uhr
help - das Ö1 Konsumentenmagazin

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

12.56 Uhr
Ö1 heute

13.00 Uhr
Le week-end

Shakespeare Umkreisungen (3) Mit Musik von Robert Johnson, Barry Guy, Hector Berlioz, Duke Ellington, Alfonso Ferrabosco sowie Ralph Fiennes mit Shakespeare-Sonetten. "Lend me your ears" baten wir Sie an den vergangenen beiden Samstagen den Marc Anton des William Shakespeare zitierend. "Lend me your ears" als Höraufforderung zu musikalischen Shakespeare-Umkreisungen. Von Henry Purcell bis Dmitri Schostakowitsch sind wir gereist, aber heute wagen wir uns endlich auch in Shakespeares eigene Zeit. Der angesagteste Lautenist und Komponist dieser Jahre in London war Robert Johnson, Autor der Theatermusik für mehrere Dramen Shakespeares und seiner Zeitgenossen. Ein Song des Komponisten Robert Johnson, geschrieben für ein Stück des Shakespeare-Zeitgenossen Ben Johnson: Das zarte "Have you seen but a bright lily grow" aus einer Gesellschaftssatire mit gar nicht so feinem Titel, aus Ben Johnsons "The Devil is an Ass." Der Schriftsteller Ben Johnson, ein in antiker Literatur bewanderter Humanist, konnte es übrigens nicht lassen, in der Grabrede für seinen Zeitgenossen Shakespeare anzumerken, dass es mit dessen Latein nicht weit her und um dessen Griechisch noch schlechter bestellt gewesen sei. In viel bündigeren Worten allerdings: Er attestierte Shakespeare schlicht: "small Latin and less Greek".

14.00 Uhr
Ö1 Hörspiel

"Mirandolina". Von Carlo Goldoni. Mit Nicole Heesters, Walther Reyer, Max Mairich, Hans Dieter Zeidler, Branko Samarovski und Götz Kaufmann. Musik: Helmut Eder. Ton: Georg Stefan. Übersetzung: Ludwig Fulda. Bearbeitung und Regie: Klaus Gmeiner (ORF-Salzburg 1974) "Mirandolina", 1753 in Venedig uraufgeführt, gilt als eines der Meisterwerke Goldonis. Mit dem Stück gelang es Goldoni, sich von der damals prägenden Form der Commedia dell'arte mit ihren strikten Typisierungen der Figuren zu lösen und als Vertreter und Verfechter der Charakterkomödie im Stile Molières ein eigenständiges italienisches Lustspiel zu schaffen. Goldoni zeigt in "Mirandolina" die Macht der Frauen. Macht zu haben und sich ihrer bewusst zu sein, kann Ausgangspunkt für Emanzipation sein ... Die Wirtin Mirandolina hat keinen Mann - sie selbst stört das nicht, doch gewisse Herren möchten diesen Zustand ändern. Da ist der reiche Conte, der verarmte Marchese, und der frauenverachtende Cavaliere, der anfangs absolut nichts für die Wirtin übrig hat. Dadurch allerdings fühlt sich Mirandolina etwas herausgefordert ... Dies alles beobachtet - voll Eifersucht - Fabrizio, der Kellner. Namhafte Schauspielerinnen und Schauspieler der Salzburger Festspiele wirkten an dieser Produktion mit, u.a. Nicole Heesters, die 1973 die "Buhlschaft" der Salzburger Festspiele war, als "Mirandolina", Walter Reyer, der "Jedermann" von 1960 - 1968 und von 1973 - 1977 "Der gute Gesell", verkörpert den Cavaliere Ripafratta, Max Mairich war 1973 in Giorgio Strehlers "Das Spiel der Mächtigen" zu sehen und Hans Dieter Zeidler in Shakespeares "Was ihr wollt".

15.00 Uhr
Nachrichten

15.05 Uhr
Apropos Klassik

mit Gerhard Krammer. Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien bei den Bregenzer Festspielen Mit Werken von Joseph Haydn, Alfred Uhl, Gottfried von Einem Ausführende: ORF Radio Symphonieorchester Wien, Dirigenten: Milan Horvath, Leif Segerstam, Ernst Märzendorfer Seit Beginn seiner Tätigkeit war das ORF RSO fixer Mitgestalter des Programmes der Bregenzer Festspiele. Erstaunlich, dass Anfang der 1970er Jahre das Opernschaffen Joseph Haydns ausführlich behandelt wurde. Als Kontrapunkt dazu stand zeitgenössische und neue Musik zusätzlich im Fokus. Apropos Klassik bringt Ö1 Archivmitschnitte aus den Anfängen dieser Zusammenarbeit in einem Jahr, wo eines der wichtigsten Musikfestivals Österreichs eine unfreiwillige Zwangspause einlegen muss.

16.57 Uhr
Ö1 heute

17.00 Uhr
Nachrichten

17.05 Uhr
Diagonal

Lockdown Zeitschriftenschau Extended - Eine Diagonal Aus- und Nachlese Anschl.: Diagonals Feiner Musiksalon: Plötzlich war er da, der Shutdown. Ab Mitte März 2020 stand alles still. `Home Office´ wurde von einem Tag auf den anderen - freilich neben `Corona´ - zum Wort des Jahres. Soviel stand nach wenigen Tagen dieses europa- ja weltweiten Ausnahmezustandes fest. Plötzlich: keine analoge Arena, kein analoges Forum mehr, nur die Möglichkeiten des World Wide Web. Dass es in dieser Zeit der Ausgangsverbote, die - wie sich später herausstellte - keine richtigen gewesen waren; dass es in dieser Zeit, die für manche vielleicht auch tot zu schlagen, für viele eine der Langeweile und der Angst war; dass es also in den privaten vier Wänden der Künstler, Denker, Journalisten und Gelehrten, der nationalen Intelligenzia zu brodeln beginnen, der Krise angedacht und angeschrieben werden würde, war eine logische Konsequenz. Die Kommentar-Ressorts der Zeitungen und Magazine, der online Medien wurden wahrlich mit Essay-Angeboten und Kolumnenideen, mit Gescheitem, aber auch Verzichtbarem, etwa Verschwörungstheoretischem geflutet. Jeder wollte was und jede hatte was zu sagen. Es ging in den letzten Wochen aber nicht nur vordergründig um das Virus und wie man seiner Herr werden könnte. Die Krise förderte anverwandte Fragen aller Lebensbereiche in weitaus höherem Ausmaß als sonst zu Tage: zu Biopolitik, Datenschutz und Klimawandel. Zu Wirtschaft, Kunstbetrieb und Digitalisierung. Und natürlich, jetzt erst recht zum Thema Migration. Natürlich hatten wir viel mehr Zeit all das Geschriebene zu lesen - und vielleicht sogar aufmerksamer als sonst. In welcher Welt leben wir eigentlich? In welcher Welt werden wir nach der Krise leben? Die Diagonal Redaktion hat einiges aus der Texte-Flut herausgefischt und bringt es noch einmal in Erinnerung. Präsentation: Peter Waldenberger

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Logos - Glauben und Zweifeln

"Roma locuta - Causa finita". Mit einem kontroversiellen Thema - seit "Pastor aeternus" von 1870 - beschäftigt sich die Sendereihe LOGOS Wenn Rom gesprochen hat, dann ist die Sache abgeschlossen: Mit diesen Worten soll der Heilige Augustinus schon im 4. Jahrhundert die Vollmachten des Papstes umschrieben haben - und zitiert werden sie bis heute, da und dort sogar noch auf lateinisch: "Roma locuta, causa finita". Vor genau 150 Jahren wurde daraus eine verbindliche Glaubenswahrheit für die römisch-katholische Kirche - unter den etwas sperrigen Begriffen "Infallibilität" (Unfehlbarkeit) und "Iurisdiktionsprimat". Der Widerstand war freilich groß unter den katholischen Bischöfen aus aller Welt, die zum Ersten Vatikanischen Konzil in Rom versammelt waren. Beschlossen wurde die dogmatische Konstitution "Pastor aeternus" dennoch - am 18. Juli 1870. Ein vielleicht sperriges, aber höchst kontroversielles Thema - und das beginnt beim Begriff "Infallibilität": Soll er mit "Unfehlbarkeit" übersetzt werden? Oder mit "Irrtumslosigkeit"? Oder am besten gar nicht? Angewandt, so meinen manche, wurde die Infallibilität seit 1870 nur einmal - vor 70 Jahren, als die Aufnahme der "Gottesmutter" Maria in den Himmel "mit Leib und Seele" zur verbindlichen Glaubenswahrheit erklärt wurde. Andererseits taucht die Unfehlbarkeit in der Debatte über die Zulassung von Frauen zum Weiheamt immer wieder in den vatikanischen Dokumenten auf. Und auch bei der Entstehung der Pillen-Enzyklika "Humanae Vitae" dürfte sie eine wesentliche Rolle gespielt haben. Weniger Zweifel gibt es am "Iurisdiktionsprimat" des Papstes: Dieser ist im Kirchenrecht klar festgeschrieben - und kommt bei jeder Bischofsernennung sehr deutlich und sehr öffentlich zum Ausdruck. In der Schwerpunktreihe über den "Bischof von Rom und sein Amt als ?Papst'" beleuchtet LOGOS Entstehung und Gegenwart eines höchst umstrittenen Dogmas.

19.30 Uhr
Aus dem Archiv der Wiener Staatsoper - Richard Strauss: "Arabella"

Mit Lisa Della Casa (Arabella), Anneliese Rothenberger (Zdenka), Hugh Beresford (Mandryka), Otto Edelmann (Waldner), Ira Malaniuk (Adelaide), Ivo Zidek (Matteo), Anton Dermota (Elemer), Mimi Coertse (Fiakermilli) u.a. Chor und Orchester der Wiener Staatsoper, Dirigent: Joseph Keilberth (aufgenommen am 21. Juni 1964 in der Wiener Staatsoper)

22.25 Uhr
Nachtbilder - Poesie und Musik

"Lyrik zur Lage. Eine Rückschau, Teil 1". Es lesen Katharina Knap, Marc Vogel und Till Firit. Gestaltung: Nikolaus Scholz. Redaktion: Edith-Ulla Gasser. Freiheitseinschränkungen und Existenzsorgen, aber auch eine neue Gelassenheit und Entschleunigung. Wir fassen die Gedichte noch einmal zusammen, die während der Ausgangsbeschränkungen für die Ö1 "Leporello"-Redaktion geschrieben wurden.

23.20 Uhr
Die Ö1 Jazznacht

Heinrich von Kalnein im Interview, David Six bei der Jazzwerkstatt Graz 2019 Saxofonist und Pädagoge Heinrich von Kalnein gehört zu jenen musikalischen Meistern ihrer Fächer, die auf vielerlei Ebenen vor kreativer Energie nur so sprühen. Aufgewachsen in Düsseldorf und Neuss, ist Kalnein seit den 1980er Jahren in Graz ansässig, wo er am Jazzinstitut der Musikuniversität studierte und nun seit vielen Jahren unterrichtet. Zu seinem 60. Geburtstag am 4. Juli 2020 hat sich Kalnein, der von 2003 bis 2019 auch als Co-Leader der Jazz Big Band Graz internationale Akzente gesetzt hat, die Doppel-CD "Möbius Strip" selbst zum Geschenk gemacht. Ines Reiger bittet Heinrich von Kalnein, den eloquenten Granden des Saxofons, zum Gespräch, und präsentiert das Solokonzert des aus Oberösterreich stammenden Pianisten David Six im Rahmen der Jazzwerkstatt Graz 2019, der am 9. April letzten Jahres im Orpheum Extra sein Programm "Karkosh" live zum Besten gab. Gestaltung: Christian Bakonyi

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Die Ö1 Jazznacht

(Fortsetzung) Heinrich von Kalnein im Interview, David Six bei der Jazzwerkstatt Graz 2019; 01:00, 03:00 und 05:00 Uhr Nachrichten Saxofonist und Pädagoge Heinrich von Kalnein gehört zu jenen musikalischen Meistern ihrer Fächer, die auf vielerlei Ebenen vor kreativer Energie nur so sprühen. Aufgewachsen in Düsseldorf und Neuss, ist Kalnein seit den 1980er Jahren in Graz ansässig, wo er am Jazzinstitut der Musikuniversität studierte und nun seit vielen Jahren unterrichtet. Zu seinem 60. Geburtstag am 4. Juli 2020 hat sich Kalnein, der von 2003 bis 2019 auch als Co-Leader der Jazz Big Band Graz internationale Akzente gesetzt hat, die Doppel-CD "Möbius Strip" selbst zum Geschenk gemacht. Ines Reiger bittet Heinrich von Kalnein, den eloquenten Granden des Saxofons, zum Gespräch, und präsentiert das Solokonzert des aus Oberösterreich stammenden Pianisten David Six im Rahmen der Jazzwerkstatt Graz 2019, der am 9. April letzten Jahres im Orpheum Extra sein Programm "Karkosh" live zum Besten gab. Gestaltung: Christian Bakonyi